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  Fürs Leben gezeichnet –


Fürs Leben gezeichnet –
Tobias Prüwer
Fürs Leben gezeichnet –

Body Modification und Körperdiskurse


Broschur
124 Seiten

ISBN: 978-3-938880-49-4

10,50 €
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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Zum Buch

Tätowieren, Piercen und Dehnen, Einbrennen und Narbenschneiden: Schon immer diente die Haut buchstäblich als Schnittstelle von Körper und Welt, zur besonderen Markierung in der Welt: Body Modification (BodyMod). Heute geschieht diese Praxis der permanenten Körperveränderung meistens unter individuellem Zugriff. Trotz einiger Akzeptanzschübe erzeugt die BodyMod weiterhin tiefe Verunsicherung. So untergräbt sie die Vorstellung von der Urwüchsigkeit und Integrität des Leibes. Begehren und Aufbegehren: Jenseits modischer Sternchen-Tattoos und Nabelringe wird BodyMod als Selbsttechnologie in Fleisch und Blut erkennbar. Im Versuch, eigene Deutungshoheit zu gewinnen, kratzt der markierte Körper am noch immer die „abendländische“ Kultur prägenden Dogma leiblicher Unverfügbarkeit und bedroht die Ordnung.
Als ein Stück Körpergeschichte folgt Tobias Prüwers Essay der BodyMod-Spur und oszilliert wie die Nadeln der Tätowiermaschine um die topografischen Markierungspunkte Natürlichkeit und Produktcharakter, Individuum und Konvention, Pathologisierung und Selbstgestaltung. Im Kontext von biopolitischem Diskurs und sozialorganisatorischer Normierung zeigt sich, was diese körperästhetische Perspektive gefährlich macht und welche kleine Freiheit sie gewähren kann.



Autor

Tobias Prüwer, M.A., Studium der Philosophie sowie Mittleren und Neueren Geschichte in Leipzig und Aberdeen. Chefredakteur des digitalen Stadtfeuilletons Leipzig-Almanach. Theaterredakteur beim Leipziger Stadtmagazin Kreuzer sowie freier Autor, Philosoph und Lektor.


Pressestimmen

"Im Rahmen eines Abrisses der Geschichte des Tätowierens widmet er sich anspruchsvoll den Themen 'Natürlichkeit und Produktcharakter', 'Individuum und Konvention' oder 'Pathologisierung und Selbstgestaltung'. ... Seine neue und damit dritte Buchveröffentlichung ist gewiss empfehlenswert, ..." Christoph Parkinson, OX-Fanzine, 03/2012, S. 121


"Der Leipziger Journalist und Autor Tobias Prüwer schürft jedoch etwas tiefer. Er kratzt in seinem Essay im Narbenland, ins Dehnen, Piercen, Einbrennen – in die Körpergeschichte höchstselbst, berührt dabei Themen wie all die rund um den Begriff Individuum aufgebauten Konventionen. Nicht nur Sternchen-Tattoos und Wale auf Rundungen, die einstmals als Delphine gedacht waren, sondern Wissen, Meinung und Anstoß." VT (Kürzel), Urbanite. Das Stadtmagazin für Leipzig, März 2013, S. 17







Gesamt: 0,00 €

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