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  Geistesblitz im Dämmerlicht


Geistesblitz im Dämmerlicht
Rainer Otte
Geistesblitz im Dämmerlicht

Was die Intuition in der Philosophie zu suchen hat


Broschur, 165 Seiten

ISBN: 978-3-938880-78-4

20,00 €
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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Zum Buch

"Eine noch weit entfernte Wahrheit kündigt sich an wie ein Wetterwechsel. Eigenes Philosophieren beginnt mit dieser Intuition."
Seit der Antike unterscheidet die Philosophie diskursives und intuitives Denken. In erster Linie prägen Begriffe ihre Geschichte und ihre Gegenwart. Die Intuition stellt hingegen ihre oft heruntergespielte Seite dar. Die Kritik verortet sie gern in halbbewussten Gedankenkreisen oder auf philosophischen Hintertreppen. Wie ist sie dorthin gekommen? Sind Intuitionen wirklich so dunkel, kritikresistent und in Vorurteile verstrickt, wie es stereotype Vorwürfe behaupten?
Geduldet wird die Intuition heute als ästhetische Kreativität – und gemieden, wo immer sich Fragen nach der Wahrheit, der Geltung von Theorien oder nach ethischen Begründungen stellen. Man gesteht der Intuition durchaus zu, neue Ideen ins Spiel zu bringen. Sie darf aushelfen, wenn rationale Orientierungen oder diskursive Abstimmungen gerade nicht verfügbar sind. Manchmal könne sie der Zeit voraus sein und einen vagen Vorgriff auf kommende Erkenntnisse zuliefern. Das alles werde aber zum Missgriff, wenn die Intuition nicht durch Diskurs und Begriff auf deren Punkt gebracht wird. Unterstellt bleibt stets, die legitime Dauer von Intuitionen reiche nur so weit, bis das diskursive Denken den Stab übernehmen kann.
Das neue Buch von Rainer Otte meldet erhebliche Zweifel an der Stichhaltigkeit dieser Position an. Es zeigt, wie fragil und veränderlich Grenzziehungen zwischen Vernunft und Intuition in der Geschichte der Philosophie waren. Intuitionen versteht es nicht als Budenzauber im Dämmerlicht, begleitet von starken Evidenzgefühlen. Sondern die essayistisch gehaltenen Texte wollen vor allem zeigen, dass und wie der Intuition gerade im hinterfragenden Denken und in der Aufklärung eine selten gewürdigte Bedeutung zukommt.



Autor

Rainer Otte, Dr. phil., geb. 1956, Studium der Philosophie mit den Schwerpunkten Anthropologie und Psychoanalyse in Tübingen. Wissenschaftsjournalist in den Arbeitsbereichen Medizin, Psychologie und Wirtschaft. Dokumentarfilmer (Features über Entwicklungen der Medizin und der Humangenetik sowie Portraits von Ludwig Wittgenstein und Erich Fromm). Buchpublikationen zur Wirtschafts- und zur Medizinethik sowie zu Grundfragen der psychosomatischen Medizin. Bei Parodos noch erschienen: Wenn weniger mehr ist. Philosophie der Bescheidenheit, Windpassagen. Die Philosophie des Motorradfahrens.








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